Westfalenpost 05.12.2007
Oliver und Silvia Aust haben ein Buch geschrieben, das die Maschinen vorstellt, die zur Beseitigung der Orkanschäden eingesetzt wurden.
Kallenhardt. Bereits einen Tag nach dem Sturm „Kyrill” hatten der Autor Oliver Aust und seine Frau Silvia die Idee, ein Buch über Forstmaschinen im Einsatz zu schreiben. Ein Freund der beiden, selber Forstwirt, rief die Kallenhardter am 18. Januar an, um ihnen die gewaltigen Schäden in seinem Revier zu zeigen. Allein in diesem Waldstück lagen über 100 000 Festmeter Holz am Boden.
Die beiden waren entsetzt über die Ausmaße des Sturms. Sie sahen die ersten Maschinen, die mit der Räumung von Hauptverkehrsstrecken begonnen hatten und beschlossen, ein Buch darüber zu verfassen. Die Autoren waren seit „Kyrill” fast täglich in den Wäldern des Sauerlands unterwegs, um Bilder der Forwarder, Harwarder, Harvester, Bagger und Forsttraktoren zu machen. Dabei legten sie über 23 000 Kilometer mit dem Auto zurück und schossen fast 17 000 Bilder. Fast alle Aufnahmen wurden in diesem Jahr gemacht.
Geplant hatten Oliver Aust und seine Frau Silvia zunächst nur ein Buch. Wegen des enormen Umfangs der Sammlung mussten mittlerweile zwei Bände daraus gemacht werden. Der erste Band ist bereits erschienen. Band 2 wird voraussichtlich im Januar 2008 erscheinen. Dieses Buch enthält Firmen wie John Deere, EcoLog, Welte, Kotschenreuther, Gremo, LogSet. Andere Fotos zeigen das Ausmaß des Sturms in den einzelnen Gebieten. Auch die Lagerung des Holzes wird durch Bilder kurz angesprochen.
Vorstellen werden die Austs ihr Buch am Samstag, 8. Dezember, 11 Uhr, im „Handwerksforum” an der Daimlerstraße in Anröchte. Die Bücher können unter » www.podszun-verlag.de oder » www.oliver-aust.de bestellt werden. Vorgestellt wird in Anröchte auch ein anderes Buch zu „Kyrill”: Der Briloner Reinhard Witteler hat die Aufräumarbeiten über das Jahr hinweg aus der Luft beobachtet und fotografiert.
Quelle: » WP 05.12.2007
Westfalenpost 23.08.2007
Für neues Buch täglich im Wald unterwegs
Kallenhardt. Bislang waren es Landmaschinen, die Oliver Aust in den Bann zogen. Rund 30 000 Landmaschinenprospekte sammelte der 37-jährige Kallenhardter als Basis für eigene Bildbände.
Im Büro, oder besser gesagt im Hobbyraum des Landmaschinenmechanikes, stapeln sich die Aktenordner, in denen sich Informationen über Landmaschinen finden, die weltweit im Einsatz sind oder es einmal waren. Akribisch geordnet wie bei einem Buchhalter, heftet der Autor die bunten Faltblätter ab: "Sein Wissen", sagt er stolz - und die Basis für seine eigenen Bildbände, die im Verlag Podszun bereits erfolgreich erscheinen.
Jetzt bringt der gleiche Verlag zwei neue Bände heraus, die jeden Technikfreak und Forstmann begeistern werden: "Forstmaschinen im Einsatz" nennt Oliver Aust diese Reihe - und die Betonung liegt auf "im Einsatz". Ein neues Unternehmen, das auch Ehefrau Silvia mit einspannte. Die Idee kam bereits einen Tag nach dem Orkan Kyrill. Ein Freund, ein Forstwirt, rief sie an, um ihnen das Ausmaß des Orkans im Wald zu zeigen. Sie waren entsetzt über das Ausmaß der Schäden, sagen sie heute. Gleichzeitig sahen sie aber auch Maschinen, die mit der Räumung der Wege begonnen haben: Faszinierende Momente für einen Technikliebhaber - und Geburtsstunde fürs neue Buch.
Seither sind Monate ins Land gezogen. Fast täglich waren die beiden unterwegs, um Bilder von diesen beeindruckenden Maschinen zu machen: Keine Bilder auf Werksgeländen, sondern Bilder real vor Ort, dort wo gearbeitet wird mit Harvester und Co. Rund 17 000 Bilder schossen die beiden.
Eine Auswahl von 480 je Band werden jetzt auf je 170 Seiten gedruckt. Die enorme Technik dieser Maschinen wird kenntnisreich erklärt. Einzelbilder zeigen, zu welch unglaublichen Kunststücken die Forstmaschinen in der Lage sind. "Es gibt schon ein große Fangemeinde", freuen sich beide auf die Herausgabe.
Doch was wäre eine Maschine, ohne den Menschen der sie bedient? Der Autor lobt auch das brillante Können der Fahrer, die Nerven wie Drahtseile haben müssen, wenn sie mit ihren Maschinen an steilen Berghängen Holzfällerarbeiten verrichten. Das Paar Aust lobt im Gespräch die gute Zusammenarbeit mit den Firmen dieser Technikmonster. Technische Daten und weitere Informationen zu den Geräten wurden ihnen prompt. Das erleichterte die Arbeit und die Recherchen. Auch die Zusammenarbeit mit den Forstbetrieben im Wald lief ohne Probleme. Mit der Hilfe von Forstarbeitern und Firmen waren sie immer rechtzeitig dort, wo es zur Sache ging. Silvia Aust sagt, sie habe in den Monaten viel gelernt. Sie dankt allen Fahrern, Förstern und Firmen.
Der erste Band erscheint zum 1. Oktober, Band 2 folgt dann im Dezember.
Quelle: » WP 23.08.2007





